Researchanalyst
12.10.2026, Autor: André Will-Laudien

LAHONTAN GOLD - Frischer Schwung für den Neustart der Santa-Fe-Mine — Der Countdown zur neuen Wirtschaftlichkeitsrechnung

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Zinssorgen, geopolitische Spannungen und abrupte Kursbewegungen machen die Kapitalmärkte zunehmend unberechenbar. Gold profitiert in einem solchen Umfeld von seiner Rolle als Krisenwährung – doch für Anleger zählt nicht allein der Goldpreis, sondern auch, welche Projekte daraus tatsächlich wirtschaftlichen Nutzen ziehen können. Hier setzt sich Lahontan Gold (ISIN: CA50732M1014 | TSX-V: LG | FRA: Y2F | WKN: A3DKKY) in Szene. Das kanadische Unternehmen konzentriert sich auf Nevada, einen der etablierten US-Goldstandorte mit vergleichsweise verlässlichen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Im Zentrum steht das Santa-Fe-Projekt, dessen Ressourcengrundlage zuletzt deutlich gewachsen ist: Insgesamt weist Lahontan rund 2,39 Millionen Unzen Goldäquivalent in den Kategorien Indicated und Inferred aus. Parallel eröffnen Untersuchungen historischer Laugungshalden die Möglichkeit, zusätzliches Gold und Silber aus bereits abgebautem Material zurückzugewinnen. Auch strategisch stellt Lahontan die Weichen neu: Die geplante Übernahme von Emergent Metals soll die Kontrolle über West Santa Fe stärken, künftige Zahlungsverpflichtungen und bestimmte Royalty-Belastungen beseitigen sowie das regionale Projektportfolio erweitern. Hinzu kommt ein neues Bohrprogramm auf West Santa Fe, dessen Ergebnisse einen weiteren Wachstumsschub vorbereiten könnten. Der entscheidende Prüfstein folgt jedoch mit der aktualisierten Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA): Sie muss zeigen, wie Ressourcenwachstum, mögliche Haldenaufbereitung und die bessere Kontrolle über die Projekte tatsächlich zu einer tragfähigen Minenökonomie führen. Das Unternehmen peilt den Baubeginn der Anlagen für 2027 an. Eine spannende Zeit bricht an - CEO Kimberly Ann zeigt, wie man mit laufenden Fortschritten ans Ziel kommt. Investoren erwartet jetzt ein steiler Wertzuwachs!


Santa Fe wird größer – und Lahontan denkt bereits über die nächste Ausbaustufe nach

In der goldreichen Walker Lane Nevadas nimmt Lahontan Gold zunehmend die Konturen eines künftigen Minenbetreibers an. Das Herzstück bleibt die historische Santa Fe Mine, doch die aktualisierte Ressourcenschätzung hat die Ausgangslage spürbar verbessert: 1,195 Mio. Unzen Goldäquivalent in der Kategorie Indicated und weitere 1,190 Mio. Unzen Inferred summieren sich rechnerisch auf rund 2,39 Mio. Unzen. Gegenüber der früheren Schätzung entspricht das einem Zuwachs von insgesamt 22 %, wobei insbesondere die oberflächennahen Oxidzonen Slab und York mit einem Volumenplus von mehr als 37 % hervorstechen. Diese Größenordnung verschafft dem Unternehmen eine substanzielle Basis, auf der sich die nächsten Schritte in Richtung wirtschaftlicher Nutzung aufbauen lassen. Die strategische Frage lautet inzwischen weniger, wie viele Unzen noch entdeckt werden können, sondern wie schnell und mit welchem Kapitaleinsatz daraus ein profitabler Betrieb entsteht.

Lahontan Gold befindet sich in einer perfekten Lage in Nevada, wo historisch bereits über 225 Mio. Unzen abgebaut wurden.

Alte Laugungshalden liefern neuen Stoff für die Goldstory

Ein besonders reizvoller Ansatzpunkt liegt ausgerechnet im Erbe des früheren Minenbetriebs: den historischen Heap-Leach-Pads, auf denen bereits verarbeitetes Gestein noch Edelmetalle enthalten könnte. Die jüngsten Sonic-Bohrungen auf Heap Leach Pad Two liefern dafür konkrete Hinweise: Zehn Bohrlöcher mit insgesamt 168,9 Metern wurden gemeldet, darunter ein Abschnitt von 16,5 Metern mit 2,72 g/t Gold und 2,8 g/t Silber. Über die bislang ausgewerteten Proben ergibt sich ein gewichteter Durchschnitt von 0,50 g/t Gold und 3,3 g/t Silber beziehungsweise 0,54 g/t Goldäquivalent. Historische Produktionsdaten zeigen, dass auf dieser Halde rund 3,76 Mio. Tonnen Material mit ursprünglich durchschnittlich 0,58 g/t AuEq abgelagert wurden; die damaligen Gewinnungsraten lassen rechnerisch einen Restgehalt von etwa 0,32 g/t AuEq erwarten. Sollte sich das Material technisch und wirtschaftlich sinnvoll erneut aufbereiten lassen, könnte Lahontan einen zusätzlichen Rohstoffstrom erschließen, ohne dafür eine neue Lagerstätte vollständig entwickeln zu müssen.

Emergent-Übernahme: Mehr Kontrolle, weniger Royalty-Ballast

Mit der am 15. September vereinbarten Übernahme von Emergent Metals setzt Lahontan einen strategischen Schritt, der weit über eine bloße Vergrößerung des Projektportfolios hinausgeht. Die Transaktion soll Lahontan die vollständige Kontrolle über West Santa Fe verschaffen und zugleich die bislang vorgesehenen Zahlungen von rund 2,39 Mio. CAD für den Erwerb der restlichen Beteiligung vermeiden. Darüber hinaus sollen die bestehenden einprozentigen Net-Smelter-Return-Royalties auf West Santa Fe und auf 27 York-Claims entfallen, ein wesentlicher Schritt für die künftige Projektökonomie. Als weitere Vermögenswerte kommen das angrenzende New-York-Canyon-Projekt mit Kupfer-, Gold-, Silber- und Molybdänpotenzial sowie eine 3,5-Mio.-USD-Forderung gegenüber Fairchild Gold, 12,5 Mio. Fairchild-Aktien und eine Royalty auf das Golden-Arrow-Projekt hinzu. Insgesamt würde Lahontan damit ein zusammenhängendes Grundstückspaket von mehr als 93 km² in der Walker Lane kontrollieren und zugleich zusätzliche Möglichkeiten zur Monetarisierung erhalten. Der strategische Reiz liegt in der Kombination aus mehr Projektkontrolle, geringeren laufenden Belastungen und zusätzlichen Vermögenswerten – nicht allein in der Größe des neuen Landpakets. Die Transaktion ist allerdings noch nicht abgeschlossen und steht unter anderem unter dem Vorbehalt der erforderlichen Aktionärs-, Gerichts- und Börsengenehmigungen.

West Santa Fe rückt vom Satellitenprojekt zum Wachstumskandidaten auf

Während Santa Fe auf die nächste wirtschaftliche Bewertung zusteuert, soll West Santa Fe die langfristige Ressourcenbasis verbreitern. Lahontan hat dafür eine neue Bohrkampagne mit rund 3.500 Metern in 20 Bohrlöchern gestartet, welche sowohl der Ressourcendefinition als auch der Erweiterung bekannter Mineralisierung dienen soll. Das Projekt liegt rund 13 Kilometer von Santa Fe entfernt und besitzt bereits eine historische Bohrdatenbasis, die durch Lahontans erste eigene Kampagne im Dezember 2025 teilweise bestätigt wurde. Besonders auffällig war damals Bohrloch WSF25-04R mit 36,6 Metern ab der Oberfläche bei 3,11 g/t AuEq, darunter 1,47 g/t Gold und 140,1 g/t Silber. Der gesamte Abschnitt wurde als Oxidmineralisierung beschrieben. Die nun laufenden Arbeiten sollen die Geometrie des mineralisierten Systems präzisieren und bislang schwächer untersuchte Bereiche testen, bevor eine erste Ressourcenschätzung angestrebt wird. Gelingt es, West Santa Fe in eine belastbare Ressource zu überführen, erhält Lahontan neben dem Produktionsprojekt Santa Fe einen zusätzlichen Hebel für künftiges Wachstum. Entscheidend sind jetzt die neuen Bohrergebnisse und die anschließende Ressourcendefinition, hierin liegt der Hebel für eine anstehende Neubewertung.

CEO Kimberly Ann kommentiert: „Lahontan freut sich darauf, die Bohrarbeiten in West Santa Fe nach dem Erfolg unserer ersten Bohrkampagne im vergangenen Dezember wieder aufzunehmen. Unser geologisches Team hat die Verteilung und Geometrie der Gold- und Silbermineralisierung im gesamten West-Santa-Fe-System modelliert, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf Gebieten lag, die von früheren Betreibern nur unzureichend erkundet wurden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden zahlreiche Zielgebiete identifiziert, an denen weitere Bohrungen sowohl das bekannte mineralisierte System erweitern als auch unser Verständnis seiner Geometrie verbessern können. Wir erwarten die Ergebnisse dieses Programms im Laufe des Jahres 2026.“

Die neue PEA: In Summe wird eine belastbare Minenrechnung erwartet

Der zentrale wirtschaftliche Prüfstein bleibt die aktualisierte Preliminary Economic Assessment (PEA). Die Studie aus dem Jahr 2024 kalkulierte mit rund 135 Mio. USD Investitionskosten, etwa 1.233 USD Betriebskosten je Unze Gold und einer geplanten Minenlaufzeit von acht Jahren – bei einem damals unterstellten Goldpreis von 1.950 USD je Unze. Seither wurde die Ressource erweitert und die neue PEA soll erstmals auch die Gewinnung und Verarbeitung von Sulfidressourcen untersuchen. Hinzu kommen die mögliche Wiederaufbereitung der historischen Halden, die stärkere Kontrolle über West Santa Fe und York sowie der Wegfall der betreffenden Royalties, sofern die Übernahme wie geplant abgeschlossen wird. Diese Faktoren könnten das Gesamtbild stark verbessern, aber es erhöhen sich natürlich im aktuellen Umfeld auch Kapitalbedarf und Betriebskosten. Auch ein neuer Zeitplan und eine neu kalkulierte Finanzierung müssen in der neuen Studie belastbar zusammengeführt werden. Das Unternehmen verfolgt weiterhin das Ziel, 2027 mit dem Bau zu beginnen - wie wir CEO Kimberly Ann kennen, wird sie zeitgerecht alle Genehmigungen, Finanzierung und die Umsetzung vorantreiben. Jetzt beginnt die spannendste Zeit für Investoren!

IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk interviewt CEO und Gründerin Kimberly Ann zu den nächsten Schritten in Nevada.

Ausblick und Fazit: Vom Junior-Explorer zur regionalen Gold-Plattform

Lahontan entwickelt sich zunehmend von einem einzelnen Minenprojekt zu einer regionalen Edelmetallplattform mit mehreren möglichen Wertquellen. Die historische Santa-Fe-Produktion von 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber belegt, dass das Gebiet bereits kommerziell genutzt wurde. Sie ersetzt jedoch keine aktuelle Prüfung der Wirtschaftlichkeit und der technischen Voraussetzungen für einen Neustart. Die personelle Verstärkung in Exploration, Minenplanung, Investor Relations und Finanzen passt zur nächsten Entwicklungsphase, in der Projektsteuerung, Genehmigungen und Kapitalbeschaffung erheblich anspruchsvoller werden. Auch die geplante Emergent-Übernahme könnte die Ausgangsposition stärken, muss aber erst vollzogen und anschließend in eine klare Kapitalallokationsstrategie eingebettet werden.

Für Anleger ergeben sich damit mehrere potenzielle Katalysatoren: Die neue PEA, weitere Ergebnisse von den Laugungshalden, die Bohrdaten aus West Santa Fe und der Abschluss der Emergent-Transaktion. Gleichzeitig bleiben Finanzierung, Genehmigungsdauer, metallurgische Ergebnisse und die tatsächliche Umsetzbarkeit des Produktionsplans wichtige Meilensteine. Die letzte Kapitalmaßnahme über 13,6 Mio. CAD sowie fortlaufende Warrant-Ausübungen verschaffen dem Unternehmen eine solide finanzielle Basis bis weit ins Jahr 2027. Damit ist die Explorations- und Entwicklungsstrategie weitgehend vom kurzfristigen Kapitalmarktzyklus entkoppelt.

CEO und Gründerin Kimberly Ann kommentiert: „Lahontan macht weiterhin auf mehreren Ebenen Fortschritte, darunter bei der Minenerschließung, der Genehmigungsbeschaffung, den Explorationsbohrungen und den Vorbereitungen für das künftige Wachstum in West Santa Fe. Angesichts mehrerer wichtiger Meilensteine, die in naher Zukunft erwartet werden – darunter eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung, Explorationsergebnisse und Fortschritte bei den technischen Studien –, sind wir der Ansicht, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um weiterhin Wert zu schaffen. Im Zuge der Fortschritte bei der Genehmigungsbeschaffung und der Minenerschließung vergrößern wir sowohl unser geologisches als auch unser bergbauliches Team, um die nächste Wachstumsphase zu unterstützen. Wir liegen weiterhin im Zeitplan, die Genehmigungen im Jahr 2027 abzuschließen und den Bau einer neuen Mine in Santa Fe voranzutreiben, die zu Nevadas neuestem Goldabbauunternehmen führen wird.“

Fazit: Ziellinie 2027 - jetzt nehmen die Dinge ihren Lauf

Santa Fe nimmt Kurs auf die entscheidende Entwicklungsphase. Die kommende PEA wird zum Lackmustest für die Wirtschaftlichkeit, während Bohrergebnisse von West Santa Fe und Fortschritte bei der geplanten Emergent-Übernahme zusätzliche Impulse liefern können. Damit verändert sich auch die Perspektive auf das Unternehmen: Nicht mehr nur das Entdeckungspotenzial zählt, sondern die Fähigkeit, aus geologischen Chancen ein finanzierbares Minenprojekt zu formen. Sollte Lahontan diesen Übergang überzeugend meistern, könnte Santa Fe 2027 einen entscheidenden Schritt vom Entwicklungsprojekt in Richtung Produktion machen. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll – doch genau die nächsten Meilensteine versprechen jetzt Spannung für den Markt.

Der 12-Monats-Chart nach einer schnellen Kursverdreifachung einen stabilen Bollinger-Kanal zwischen 0,35 und 0,50 CAD. Die technischen Indikatoren deuten bereits auf einen kommenden Ausbruch nach oben hin.

Für die weitere Kursentwicklung dürften zunehmend harte Fakten den Takt vorgeben: Die aktualisierte PEA, belastbare Bohrresultate, Genehmigungsfortschritte und ein nachvollziehbarer Finanzierungspfad. Lahontan steht damit vor einer Phase, in der aus strategischen Plänen messbare Fortschritte werden – und in der jeder erreichte Meilenstein das Bild des Unternehmens neu prägen kann. Anleger sollten die aktuelle Konsolidierung im Gold- und Silber-Sektor für selektive Aufstockungen nutzen. Wenn sich die weiteren Aufbau-Schritte konkretisieren, könnte bereits ein deutlich höheres Niveau zum Tragen kommen.

Dieses Update folgt auf unseren Initial Report zu Lahontan Gold vom April 2026. Hier geht´s zur Analyse und einem weiteren Update vom 11.09.2026.


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