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27.12.2021, Autor: Stefan Feulner

First Hydrogen – Mit Wasserstoff auf der Überholspur — Der Newcomer nutzt das Beste der Besten

  • Wasserstoff
  • alternative Antriebe
  • Brennstoffzellen
  • Logistik

Das Erreichen der Energiewende steht zumindest in Deutschland ganz oben auf der politischen Agenda. Einer der größten Herausforderungen ist hier das Erreichen der Klimaneutralität im Verkehrssektor bis zum Jahr 2045. Schließlich ist der Sektor laut Umweltbundesamt für rund 20% der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Im Gegensatz zur Energiewirtschaft oder der Industrie, ist der CO2-Ausstoß sogar trotz der Entwicklung effizienterer Fahrzeuge seit 1990 gestiegen. Deshalb sind deutliche Änderungen erforderlich, um das Emissionswachstum umzukehren und neue Auflagen zu erfüllen, während gleichzeitig die steigende Nachfrage nach Mobilität und Fracht erfüllt werden muss. Im Bereich der PKW setzen sowohl die Automobilbranche als auch die Politik auf die Batterietechnologie. Bei Nutzfahrzeugen, die für rund 35% der Verkehrsemissionen verantwortlich sind, bietet dagegen die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie gegenüber dem Elektroantrieb klare Vorteile. First Hydrogen hat sich zum Ziel gesetzt, der führende Konstrukteur und Hersteller von emissionsfreien, wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen mit großer Reichweite in Großbritannien, der EU und Nordamerika zu werden. Die Voraussetzungen dafür sind günstig. Deshalb schauen wir uns diesen spannenden Markt genauer an.


Lesezeit: 11 Minuten

    Der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor hat sich trotz der Entwicklung effizienterer Fahrzeuge seit 1990 sogar erhöht. Quelle: pixabay.com

    Transformation im Verkehrssektor

    Vorgaben erfordern Wandel

    Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Der europäische Green Deal bildet dabei die konzeptionelle Grundlage für diesen Wandel. Demnach verpflichteten sich die 27 Mitgliedstaaten Europas bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu werden. Das erste Etappenziel dabei ist, die Emissionen von PKW bis 2030 um mindestens 55%, die von Lastkraftwagen um 30% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.1 Zudem wird der Straßenverkehr ab dem Jahr 2026 unter das Emissionshandelssystem fallen, wodurch die Kosten der Umweltverschmutzung belastet werden und dadurch ein Ansporn für den Umstieg auf umweltfreundliche Kraftstoffe und Investitionen in saubere Technologien entsteht. Die Vorgaben sind mit herkömmlichen Diesel- und Benzinmotoren unmöglich zu erreichen, so dass die Automobilindustrie bereits den Umstieg auf alternative Antriebe beschlossen hat.

    Elektroauto vs. Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie

    Die Würfel bei den Personenkraftwagen sind bereits gefallen und die Automobilbranche richtet ihr Portfolio auf Batterie-betriebene Fahrzeuge aus. So sollen zum Beispiel bei Volkswagen bis 2030 rund 70% aller Neuwagen in Europa rein elektrisch fahren. Damit werden die Wolfsburger für die europäischen Märkte voraussichtlich im Zeitraum 2033 bis 2035 die letzten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor produzieren.2
    Allein im vergangenen Jahr 2020 wurden fast 400.000 Elektrofahrzeuge in Deutschland neu zugelassen, davon 194.163 rein Batterie-elektrische PKW (BEV) und 200.469 Plug-in-Hybrid-PKW (PHEV). Damit hat sich die Anzahl von neuzugelassenen BEV im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht, bei PHEV sogar vervierfacht.3

    Die Brennstoffzelle gilt für den Transportsektor als Technologie der Zukunft. Quelle: pixabay.com

    Für den Transportsektor bietet der Einsatz der Brennstoffzellentechnologie erhebliche Vorteile gegenüber den Stromern. Wasserstoff besitzt eine hohe Energiedichte von 33,33 kWh/kg und verfügt damit über fast so viel Energie wie 3kg Benzin. Die Lithium-Ionen-Batterie im Vergleich kommt auf maximal 0,5 bis 0,6 kWh/kg.4 Dadurch ermöglicht die Brennstoffzelle höhere Reichweiten und kürzere Tankzeiten. Zudem ist der Umstieg auf mit Batterie-betriebene Schwerlastfahrzeuge für den Betreiber unrentabel. Ein Sattelschlepper mit einer Batterie, die groß genug ist, um einen voll beladenen LKW über rund 500km anzutreiben, muss rund ein Drittel seiner Nutzlast den Batterien opfern. Dabei liegt die Reichweite eines LKW eher beim zwei- bis dreifachen.

    Massive Förderungen von Wasserstoff-Projekten

    Wasserstoff gilt als vielfältig einsetzbarer Energieträger und soll eine Schlüsselrolle einnehmen, so die Politik. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie soll das Ziel verfolgt werden, klimafreundlich hergestellten Wasserstoff, insbesondere aus erneuerbaren Energien und seine Folgeprodukte als Schlüsselelemente der Energiewende zu etablieren, um Dekarbonisierungs-Prozesse in bestimmten Bereichen vollenden zu können. Für 62 ausgewählte Projekte stellte die deutsche Bundesregierung Mitte dieses Jahres insgesamt 8 Mrd. EUR zur Verfügung. Auch in Großbritannien wurde im 10-Punkte-Plan5 die Wichtigkeit von sauberem Wasserstoff fixiert. In Kanada steht mit der Strategie „Dezember 2020“ die Vision, dass sauberer Wasserstoff bis 2050 30% des Energiebedarfs des Landes deckt.

    21,4%

    wächst der globale Wasserstoff-Brennstoffzellenmarkt p.a. bis 2027.

    Ein noch zu lösendes Problem ist der hohe Preis des Gases. Da Wasserstoff nicht ungebunden vorkommt, muss er erst unter Energieaufwand gewonnen werden. Daher ist er teuer und problematisch in der Herstellung sowie im Transport. Aktuell kostet 1kg noch rund 9,50 EUR. Die Lösung für eine drastische mittelfristige Preissenkung liegt in der Produktion von grünem Wasserstoff. Dieser wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. In Verbindung mit dem Ausbau der Wind- und Solarenergie erwartet Bloomberg NEF6 , dass es zu einem Rückgang von 85% bei den Gewinningskosten von grünem Wasserstoff bis 2050 kommt. In den meisten modellierten Märkten würden die Preise damit unter 1,00 USD pro kg sinken und die traditionellen Energieträger deutlich outperformen.

    Der Markt ist in Bewegung

    Der Logistikmarkt wächst. Durch das Internet und den exponentiell wachsenden E-Commerce-Markt, auch durch die Corona-Pandemie beschleunigt, erhöht sich der Druck auf den Transport in Bezug auf die Logistik der letzten Meile. Dabei ist das Ziel der großen Player wie Amazon, UPS oder DHL zum einen, die Vorgaben der Emissionsreduzierung zu erreichen, zum anderen darf dies nicht im Widerspruch zu niedrigen Kosten und schneller Lieferung stehen. Durch den erwarteten Preisverfall von grünem Wasserstoff dürfte der Umstieg im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge auf emissionsfreie, mit Wasserstoff betriebene Versorgungslösungen deutlich beschleunigt werden. Der Markt für die Entwickler und Produzenten von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Technologie ist dabei gigantisch. Aktuell gibt es rund 29 Mio. Kleintransporter in der EU und 3,9 Mio. in Großbritannien. Das derzeitige Durchschnittsalter der Transporter von 10,9 Jahren bei einem optimalen Flottenaustausch von fünf Jahren deutet auf einen bevorstehenden Wandel zu alternativen Antrieben hin. Im Jahr 2021 werden sich die Ausgaben für emissionsfreie Transporter allein in Großbritannien auf 16 Mrd. GBP belaufen, ein Anstieg von rund 50% gegenüber 2020. In den USA sind die Verkäufe in den letzten fünf Jahren bereits um 16% p.a. gestiegen, in Kanada um 6%.7

    Aktien mit Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologie im Vergleich Quelle: S&P CapitalIQ Pro

    Hersteller rüsten um

    Der Markt für Brennstoffzellen wächst dynamisch. Allein zwischen 2020 und 2027 liegt das Wachstum laut dem Marktforschungsunternehmen Allied Market Research bei jährlich 21,4%. Das Marktvolumen dürfte in sechs Jahren auf 41,2 Mrd. USD anwachsen. Das Emporkommen der Brennstoffzelle zu einer der wichtigsten Energiequelle wird auch durch die Hersteller, die ihre Flotten von fossilen Energieträgern bzw. Elektro auf die Wasserstofftechnologie umrüsten, befeuert.

    > 50 Mio. km

    hat die Wasserstoff-Brennstoffzellenflotte von Ballard Power bereits bis 2020 zurückgelegt.

    Der Mutterkonzern von Opel, Peugeot und Citroën, Stellantis, will in den kommenden zwei Jahren eine Kleinflotte von 2.000 Fahrzeugen von Elektro auf Wasserstoff umrüsten, jeweils mit einer WLTP-Reichweite von 400km. Das Auffüllen der drei 700-bar-Tanks für 4,4kg Wasserstoff dauert rund drei Minuten. Kürzlich wurde eine erste Einheit des Opel Vivaro-e HYDROGEN an den Waschmaschinen-Produzenten Miele übergeben.

    Auch beim französischen Anbieter Renault wird der Markteintritt für Brennstoffzellenfahrzeuge für 2022 geplant. Durch das neu gegründete Joint Venture „Hyvia“ mit einem der führenden Brennstoff-Spezialisten, dem US-Unternehmen Plug Power, wird neben dem Prototyp eines Kastenwagens zusätzlich an zwei Bus-Versionen des „Masters“ gefeilt.

    Ganz oben auf der Hydrogen-Rangliste steht das koreanische Technologieunternehmen Hyundai. Bis 2028 soll das Nutzfahrzeug-Portfolio komplett auf Brennstoffzellen-Systeme umgerüstet werden.

    Das Beste der Besten

    Strategie von First Hydrogen bringt Zeit- und Kostenvorteile

    Neben den etablierten Anbietern von leichten Nutzfahrzeugen könnte in den nächsten Jahren der „Utility Van“ von First Hydrogen den Markt aufmischen. Dabei besitzt das kanadische Unternehmen mit Hauptsitz in Vancouver einen entscheidenden Vorteil. Man investiert in ein von Grund auf neues, sauberes Wasserstoffmobilitätssystem, ohne typischen OEM-Altlasten aus fossilen Brennstoffen oder früheren EV-Investitionen. Der Firmenname wurde erst kürzlich von Pure Extraction Corp. auf First Hydrogen Corp. geändert, um den Geschäftsinhalt des Unternehmens besser zum Ausdruck zu bringen. Mit einem Team von weltweit anerkannten Führungskräften um den erfahrenen CEO Balraj Mann soll durch das Kombinieren der besten Technologien der führende Entwickler und Hersteller von emissionsfreien, wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen mit großer Reichweite in Großbritannien, der EU und Nordamerika entstehen.

    Durch die Best-of-Strategie - die Integration von bestehenden Technologien und eines bewährten Fahrgestells - können sowohl erhebliche Kosten- als auch Zeitvorteile genutzt werden. Zudem sind die Macher der First Hydrogen Hersteller- und Technologieneutral, so dass eine ultimative Kontrolle und Flexibilität bei der Verwendung verfügbarer Komponenten von bevorzugten globalen Lieferanten bestehen. Durch die dezentrale Montage und die Zusammenarbeit mit kleineren Fabriken weltweit sind länderspezifische Anpassungen, wie zum Beispiel bei einem „British Van“, einem „European Van“ oder „Canadian Van“ leicht durchzuführen.

    Wegweisende Partnerschaften

    Durch die Kooperation mit zwei globalen Marktführern kommt dabei das vom CEO Balraj Mann ausgesprochene Produktionsziel, zwischen 10.000 und 20.000 Einheiten des First Hydrogen Utility Van pro Jahr ab 2025/2026 auszuliefern, näher. Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres wurde die Zusammenarbeit zwischen der 100%-Tochter der First Hydrogen Corp, First Hydrogen Limited UK, sowie Ballard Power und der AVL Powertrain UK besiegelt.

    Dabei setzt First Hydrogen auf das Know-How und die Erfahrung der Partner. Ballard Power, einer der weltweit führenden Anbieter von innovativer sauberer Energie mit einer Wasserstoff-Brennstoffzellenflotte, die weltweit über 50 Mio. km zurückgelegt hat, wurde für die Entwicklung der Technologie gewonnen.
    Für das Design konnte mit AVL Powertrain Limited, dem weltweit größten unabhängigen Unternehmen für Entwicklung, Simulation und Tests in der Automobilbranche, eine endgültige Vereinbarung geschlossen werden.

    mindestens 10.000

    Einheiten vom Utility Van sollen ab 2025 laut Management p.a. ausgeliefert werden

    Ballard Power und AVL an Bord

    Im Rahmen der Vereinbarungen mit AVL und Ballard, hat First Hydrogen mit der Entwicklung und dem Bau von zwei wasserstoffbetriebenen leichten Nutzfahrzeugen zu Demonstrationszwecken in den AVL-Werken im Vereinigten Königreich begonnen. In den nächsten sechs Monaten sollen durch die enge Zusammenarbeit mit AVL strategische Partnerschaften für das Fahrzeugkonzept, die Architektur und die Produktion bewertet werden. Dabei ist die Auslieferung der Prototypen für das dritte Quartal 2022 terminiert. Anschließend will das Unternehmen laut Management zur vollen Kommerzialisierung übergehen. Gespräche mit potenziellen Kunden wurden bereits geführt, können im aktuellen Status jedoch noch nicht genannt werden.

    Die Kleintransporter, denen der MAN eTGE als sogenanntes „Spenderfahrzeug“ dienen wird, sind mit der neuesten Generation der Ballard FCgen-LCS-Brennstoffzelle ausgestattet, die den Fahrzeugen eine Reichweite von über 500km verleiht.
    Mit diesen Fahrzeugen ist First Hydrogen in der Lage, potenziellen Kunden die Funktionsparameter eines emissionsfreien Wasserstofftransporters - wie kombinierte Reichweite und Nutzlast, Abschleppfunktion und Betankungsgeschwindigkeit - zu demonstrieren sowie die Anforderungen der Kunden im Detail zu ermitteln und Aufträge für das maßgeschneiderte Design für den britischen, europäischen und nordamerikanischen Markt zu sichern. Belegbare Zahlen sind auf aktueller Basis noch nicht vorhanden. Rechnet man jedoch die von der Unternehmensführung geplanten Auslieferungen von „nur“ 10.000 Einheiten für das Jahr 2025 bei einem Stückpreis von 50.000 USD zu Grunde, würde sich der Umsatz bei 500 Mio. USD bewegen. Bei einem aktuellen Börsenwert von rund 73,10 Mio. EUR (bei Einrechnung aller vollverwässerten Aktien) läge bei einer erfolgreichen Entwicklung eine gravierende Diskrepanz in der Bewertung vor.

    First Mover bei Extraktionssystemen

    Neben dem Bau des Utility Vans kann First Hydrogen mit weiteren Assets glänzen, die am Markt aktuell einzigartig sind. So wollen die Kanadier ihren Kunden durch Brennstoffzellen angetriebene emissionsfreie und vollständig mobile Extraktionssysteme für überkritisches CO2 anbieten, wodurch es den Nutzern ermöglicht wird, die Systeme an abgelegenen Orten einzusetzen, an denen es keine Stromnetze gibt oder die Stromversorgung instabil ist. Dieses schon entwickelte Extraktionssystem ist bereits voll funktionsfähig und kann durch das firmeninterne, integrierte Softwarebetriebssystem aus der Ferne überwacht und unterstützt werden.

    McPhy Energy als Vorbild

    First Hydrogen greift den Markt der Wasserstofftankstellen an

    Wie schnell eine mögliche Unterbewertung am Markt aufgeholt werden kann, zeigt das Beispiel des französischen Unternehmens McPhy Energy, das sich auf Anlagen zur Produktion und Distribution von Wasserstoff fokussiert. Die Marktkapitalisierung von McPhy beträgt 585,87 Mio. EUR, der Umsatz wird für das Gesamtjahr 2021 auf 13,7 Mio. EUR bei einem deutlich negativen EBITDA in Höhe von 12,60 Mio. EUR geschätzt. Aktuell werden 37 Referenzanlagen mit einer Gesamtleistung von 60 MW installiert oder befinden sich in der Entwicklung. Die hohe Bewertung wird neben der Marktführerschaft mit dem geplanten Wachstum begründet. So sollen die Erlöse 2022 bereits auf 25,5 Mio. EUR, 2023 sogar auf 48,41 Mio. EUR wachsen.8

    Die Entwicklung der McPhy-Aktie ab Januar 2020. Quelle: S&P CapitalIQ Pro

    Der Bedarf an Wasserstofftankstellen ist enorm. Mit lediglich 83 Einrichtungen war Deutschland laut Automobilverband ACEA 2020 mit weitem Abstand in Europa führend. Diesen Markt will First Hydrogen für sich gewinnen und gab die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der FEV Consulting GmbH, mit Hauptsitz in Aachen, bekannt. Beide Unternehmen werden gemeinsam den Prototypen für eine maßgeschneiderte Wasserstofftankstelle für den Markt der Wasserstoff-Mobilität konzipieren und bauen. In der Entwicklung der Wasserstofftankstelle sehen die Kanadier eine Bereicherung ihrer Automobilstrategie und eine zusätzliche Möglichkeit, ihrem Kundenstamm wasserstoffbezogene Technologie zu verkaufen und damit die Einführung von Wasserstoff als Haupttreibstoff für den leichten bis schweren Wasserstoffmobilitätssektor zu beschleunigen.

    SWOT-Analyse

    Stärken

    • Zusammenarbeit mit den weltweit anerkannten Marktführern AVL und Ballard Power
    • Hersteller- und technologieneutrales Geschäftsmodell bietet hohe Flexibilität bei der Auswahl von Komponenten und Lieferanten
    • Neues Wasserstoffmobilitätssystem (Utility Van) ohne OEM-Altlasten
    • Dezentrale Montage durch kleine Fabriken weltweit, dadurch flexibel bei länderspezifischen Anpassungen des Fahrzeugs

    Schwächen

    • Starke Konkurrenz durch bestehende Automobilbauer
    • Geringe Kapitalausstattung
    • Wachsender Wettbewerb im Bereich der Wasserstofftankstellen

    Chancen

    • Starke Förderung der Wasserstoffwirtschaft durch die Politik
    • Boomende digitale Wirtschaft und wachsender Logistikmarkt mit dem Ziel der Emissionsreduzierung
    • Schneller und günstiger Markteintritt durch die „best-of-Technologie“

    Risiken

    • Verzögerung beim Bau des Prototypen
    • Steigende Produktionskosten drücken auf die Marge
    • Alternative Energieversorgung verdrängt Wasserstoff

    Die „Best-of-Strategie“ mit Potenzial

    Der Verkehrssektor ist aufgrund der vorgegebenen Klimaziele durch die Politik im Wandel. Während bei den Pkw, die mit Batterie betriebenen Elektrofahrzeuge bevorzugt werden, dürfte sich bei den Nutzfahrzeugen durch Vorteile wie niedriger Ladezeit, geringeres Gewicht sowie höherer Reichweite, klar die Brennstoffzellen-Technologie mit Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft durchsetzen. Im Sektor der Kleintransporter besteht durch die Transformation von fossilen auf alternative Energieträger enormer Bedarf. Allein in Europa fahren 29 Mio. Kleintransporter, die ersetzt oder auf Brennstoffzellentechnologie umgerüstet werden müssen. Neben den etablierten Playern betritt First Hydrogen als Newcomer den Markt und besitzt aufgrund seiner „Best-of-Strategie“ enorme Vorteile in Hinblick auf Flexibilität und Kosten. Sollten die vom Management avisierten 10.000 Einheiten für 2025 erreicht werden, dürfte sich das Unternehmen schnell in ein höheres Bewertungsniveau bewegen. Zudem besitzt First Hydrogen mit der Entwicklung von Wasserstofftankstellen enormes Potenzial. Belegbare Zahlen und ein Businessplan über die nächsten Jahre stehen noch aus. Somit besteht in Bezug auf die weitere Entwicklung neben enormen Wachstumschancen auch ein erkennbares Risiko.

    An der Entwicklung des Aktienkurses ist der Trend gut abzulesen. Quelle: S&P CapitalIQ Pro
    Quellen / Hinweise:
    1. Angaben Europäische Kommission
    2. Angaben Unternehmensseite Volkswagen AG
    3. Angaben Bundesverband der deutschen Industrie e.V.
    4. Bundesverband der deutschen Industrie e.V.
    5. Angaben vom Government of the United Kingdom
    6. Angaben PV-Magazin
    7. Unternehmensangaben
    8. Angaben S&P CapitalIQ Pro

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    Quelle: First Hydrogen

    Keyfacts
    ISIN: CA32057N1042
    Kürzel FHYD
    Letzter Kurs, Stand: 23.12.2021 1,19 EUR
    Aktienanzahl (voll verwässert) 61.447.535
    Branche Kraftfahrzeugindustrie
    Themen Brennstoffzellen, Erneuerbare Energien, Wasserstoff
    Marktkapitalisierung 73,12 Mio. EUR
    Börsenplätze Toronto, Frankfurt
    CEO Balraj Mann
    Homepage www.firsthydrogen.com
    Quelle: S&P CapitalIQ Pro, Unternehmensangaben, Stand: 23.12.2021
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    Autor
    Autor
    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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